Die russische Haus-Ikone im Wandel der Zeit

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ISBN: 9783866460430  

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Beschreibung

Bernhard Bornheim
Die russische Haus-Ikone im Wandel der Zeit
Eine Kulturgeschichte in Bildern

Ein Heiligenbild, eine Szene aus der Bibel, wunderschön auf Holz gemalt. Sinnbild des Glaubens – und doch mehr. Lange ist die Zeit vorüber, in der Ikonen ausschließlich als Bilder religiöser Verehrung geachtet wurden. Heute werden mitunter das künstlerische Niveau und der Kunstgenuss in den Vordergrund gerückt. Ikonen – entstanden aus geistlicher und kultureller Tradition des byzantinisch-orthodoxen Glaubens – sind Bildwerke von beeindruckender Ausstrahlung, der sich kaum einer entziehen kann.

Speziell die kleinformatige russische Haus- und Votiv-Ikone erfuhr in Mittel- und Westeuropa im Laufe der 70er und 80er Jahre einen Höhepunkt breit gestreuter Aufmerksamkeit. Durch dieses in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich gewachsene Interesse sind sie zu begehrten Sammlerstücken geworden. Und gerade die gefragten, qualitätvollen Werke späterer Epochen erwecken bei genauerer Betrachtung ihrer kultur- und sozialgeschichtlichen Hintergründe höchstes Interesse.

Der Autor widmet sich in seinem Werk allen Facetten der Haus-Ikone des Zeitraums vom 15. Jahrhundert bis zum Ende der Zarenzeit 1917, ihrer Bedeutung und ihrer Geschichte, aber auch der Stilentwicklungen.

Er gibt praktische Tipps, wie Original und Fälschung zu unterscheiden sind, Hinweise zu Markt und Preis und liefert einen ausführlichen Katalogteil, der, nach räumlichen Aspekten gegliedert, die große Bandbreite der Ikonenkunst eindrucksvoll durch hervorragende farbige Abbildungen illustriert.

Durch ihre Einbettung in den Volksglauben können Ikonen somit als sprechende Zeitzeugen betrachtet werden. Neben einer aktuellen Preisübersicht liegt es im Sinne des Autors, eine geschichtliche Orientierung in diesem umfassenderen Sinne zu geben.

– Faszination der orthodoxen Bilderwelt
– Betrachtung der kultur- und sozialgeschichtlichen Hintergründe
– mit hervorragenden farbigen Abbildungen und aktuellen Marktpreisen

 

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Inhaltsverzeichnis

Inhalt Seite
Teil I
Allgemeine Informationen für den Ikonenfreund und Sammler
 
Die Faszination der Ikone 10
Wie eine Ikone entsteht 14
echt – falsch – original – restauriert 20
– Zur Frage der Echtheit 20
– Zur Frage der Originalität 24
Markt und Wert 36
Teil II
Die russische Haus-Ikone im Wandel der Zeit
 
Zum Begriff „Haus-Ikone“ und zum Konzept des Buches 44
Zur Bildauswahl 48
Russische Malweisen 49
– Stile der russischen Ikonenmalerei und ihre Entwicklung (Grafik) 54
– Kulturzentren im Alten Russland (Grafik) 55
15. / 16. Jahrhundert  
– Von der liturgischen Gemeinschaft zur Hausfrömmigkeit 56
– Frühe Haussegen, Feste und Patrone 70
17. Jahrhundert  
– Pflege und Weiterentwicklung der Tradition 86
– Die Stroganovmanier und ihre Resorption 104
– Die Jaroslavler Malweise 112
– Werke der gehobenen Volkskunst 120
– Abendländische Barockeinflüsse: Einfühlende Andacht und memento mori 126
18. Jahrhundert  
Die Individualisierung der Ikone 136
Ikonografisches Neuland 142
Spiegel der sozialen Verhältnisse 152
Vom späten 18. Jahrhundert bis zum Ende der Zarenzeit  
– Historisierende Feinmalerei und Hüter des Hauses 168
– Präsente und Zierden des Hauses 176
– Stützen des Glaubens 184
– Von der Wiege bis zur Bahre 194
Teil III
Anhang
 
Literaturhinweise 224
Ikonen aus Russland und dem Zarenreich in europäischen Museen 227
Verzeichnis vom Handel unabhängiger Sachverständiger 230
Fotonachweis 230
Erläuterungen zu den Fachbegriffen 231
Ikonografisches Register 246

Rezensionen

" … Diese Publikation widmet sich ferner mit der erforderlichen Gründlichkeit Problemen des Ikonensammelns, die prekärerweise selbst "alterfahrenen" Freunden des orthodoxen Bildes oftmals nicht hinreichend bewusst sind: Welches Stück darf als "echt" gelten? Wann kann man mit Recht von einer Fälschung sprechen? Bringt Restaurierung immer einen Gewinn und wo sollte sie ihre Grenzen finden? Warum ist "Echtes" noch lange nicht "original"? Was ist von Händler-"Zertifikaten" zu halten? …"
[Trödler, 04/2009]

" … so ist letztlich [ … ] jede russische Ikone eine Zeitzeugin der Kulturgeschichte des Landes in einer bestimmten Situation. Dies für den Zeitraum vom Beginn bis zum Ende des Zarenreiches im nötig erscheinenden Maße ins Bewusstsein zu heben und damit eine leider bisher vernachlässigte Art sammlerischen Herangehens zu erschließen oder zumindest zu vertiefen, ist das Anliegen des Autors, des öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen für Ikonen, Bernhard Bornheim. Die Publikation widmet sich ferner mit der erforderlichen Gründlichkeit Problemen des Ikonensammelns, die prekärer Weise selbst "alterfahrenen" Freunden des orthodoxen Bildes oftmals nicht hinreichend bewusst sind …"
[Eikon – Freunde der Ikonenkunst, Juli 2008]

Über Bernhard Bornheim

Bernhard Bornheim, Jahrgang 1941, studierte Kunstgeschichte, Germanistik und Geographie. Hauptberuflich wirkte er bis 2003, zuletzt 16 Jahre in leitender Position, im staatlichen Bildungswesen und war daneben zeitweise Verwaltungsrichter im Ehrenamt.

Seit 1972 bereist er Länder des orthodoxen Kulturkreises und veröffentlicht seit 1983 Artikel und Fachbücher über Ikonen. Auf diesem Sektor fungiert er von 1987 an als Sprecher der Jurygruppen bei internationalen Kunst- und Antiquitätenmessen, unter anderem in Maastricht, und ist seit 1989 für München und Oberbayern öffentlich bestellter und vereidigter IHK-Sachverständiger.

Details

Autor: Bernhard Bornheim
Verlag: Battenberg-Verlag in der H. Gietl Verlag und Publikationsservice GmbH, Regenstauf
Reihe: Sammlerträume
Erscheinungsdatum: 10/2008
Auflage: Erstauflage
Jahr: 2008
Seitenanzahl: 248 Seiten
Abbildungen: durchgehend farbige Abbildungen
Buchart: Gebunden
Sprache: Deutsch
ISBN 10: 3-86646-043-0
ISBN 13: 978-3-86646-043-0
Größe: ca. 284 x 216 x 20 mm
Gewicht: ca. 1.400 Gramm
Zustand: neu, ungelesen, OVP